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Dritter Anlauf, derselbe Gegner – und endlich das ersehnte Happy End: Die Dresden Monarchs haben die Potsdam Royals mit 27:19 besiegt und sich zum zweiten Mal nach 2021 die deutsche Meisterschaft gesichert. Vor 25.016 Zuschauern wurde das „Finale daheeme“ am 3. Oktober im Rudolf-Harbig-Stadion zum unvergesslichen Höhepunkt einer perfekten Saison.
Erst zittern, dann grenzenlos jubeln
Dresden musste sich diesen Triumph bis in die letzten Sekunden erkämpfen. Zunächst bestimmten die Verteidigungen das Geschehen, ehe Quarterback Rocky Lombardi selbst in die Endzone lief und die Monarchs in Führung brachte. Potsdam antwortete, doch ein Touchdown von Tofunmi Lala sorgte für die Dresdner 14:6-Pausenführung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein Finale, in dem jeder Fehler entscheidend werden konnte. Florian Finke erhöhte per Field Goal auf 17:6. Die Royals kamen zurück, Dresden schlug mit einem Touchdown-Pass auf Ethan Janto zum 24:12 erneut zu. Doch abschütteln ließ sich der Titelverteidiger nicht: Potsdam verkürzte auf 24:19 und hielt die Partie offen.
Ein weiteres Field Goal brachte den Monarchs acht Punkte Vorsprung. Sicherheit bedeutete das noch lange nicht. Die Royals hatten im letzten Angriff weiterhin die Chance, mit Touchdown und erfolgreicher Two-Point-Conversion auszugleichen.
Dann kam Chris Noak.
Zehn Sekunden vor Schluss fing der Dresdner Verteidiger den entscheidenden Pass ab. Eine Interception, die einen Angriff beendete – und einen Traum wahr machte. Diesmal hielt Dresden stand. Diesmal gehörte der Pokal den Monarchs.
Rocky Lombardi: Meister und MVP
Die Auszeichnung als wertvollster Spieler des Finals ging an Rocky Lombardi. Mit einem selbst erlaufenen Touchdown und seinem Touchdown-Pass auf Ethan Janto hatte der Quarterback entscheidenden Anteil am Erfolg.
Nach dem Spiel stellte Lombardi seine Mitspieler und seinen Trainer in den Mittelpunkt. Besonders hob er sein Vertrauen in die Dresdner Defense hervor – jene Verteidigung, die den Titel mit dem letzten entscheidenden Ballgewinn sicherte.
So hatte dieser Abend seinen ausgezeichneten MVP und zugleich einen Helden für den Schlussmoment: Lombardi führte den Angriff, Noak machte den Traum endgültig wahr.
Das dritte Finale gegen Potsdam – endlich reicht es
2024 hatten die Monarchs das Endspiel gegen die Royals mit 21:27 verloren. 2025 folgte das besonders schmerzhafte 23:33 in der eigenen Stadt. Zweimal so nah am Titel, zweimal jubelte am Ende Potsdam.
Deshalb trägt dieser Sieg eine besondere Bedeutung. Die Monarchs haben ausgerechnet gegen den Gegner gewonnen, der ihnen zuletzt zweimal den Weg zur Meisterschaft versperrt hatte. Sie beendeten Potsdams Serie von drei Titeln und vollendeten ihre eigene Saison ohne Niederlage.
Aus der Enttäuschung des vergangenen Heimfinales wurde die Erlösung von Dresden.
25.016 Zuschauer: Ein starkes Signal für den deutschen Football
Die Kulisse gab diesem Abend einen würdigen Rahmen. 25.016 Menschen kamen zum deutschen Football-Finale – ein eindrucksvoller Beleg dafür, welches Publikum heimischer Vereinsfootball begeistern kann.
Für die GFL bedeutet ein solcher Abend Sichtbarkeit. Für die Vereine ist er eine Chance, neue Fans zu gewinnen. Und für Dresden bestätigt er die besondere Verbindung zwischen einer Stadt und ihrem Footballteam.
Ein gut besuchtes Finale allein garantiert noch keine dauerhaft vollen Stadien im Ligaalltag. Aber es zeigt, welches Potenzial vorhanden ist, wenn sportliche Spannung, lokale Identifikation und ein großer Anlass zusammenkommen.
Für die Monarchs zählt heute vor allem eines: Sie mussten den Meisterpokal nicht wieder dem Gegner überlassen.
Dritter Anlauf. Perfekte Saison. Deutscher Meister. Endlich daheeme.
