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Die 10 wichtigsten News der Woche

Die NFL ist zurück – und Week 1 hat direkt für zahlreiche Überraschungen gesorgt. Rekordwerte bei den erzielten Punkten, ein historisches Spiel in Australien, ein beeindruckendes Comeback von Patrick Mahomes, Verletzungen mehrerer Stars und überraschende Siege haben die erste Woche der Saison 2026 geprägt.

1. Patrick Mahomes ist zurück – Chiefs schlagen Denver deutlich

Die Kansas City Chiefs haben ein deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet. Im Monday Night Game setzte sich Kansas City mit 31:10 gegen die Denver Broncos durch. Noch wichtiger als das Ergebnis war die Rückkehr von Patrick Mahomes.

Exakt neun Monate nach seinem Kreuz- und Außenbandriss stand Mahomes wieder als Starting Quarterback auf dem Feld. Den größten offensiven Anteil am Sieg hatte allerdings Neuzugang Kenneth Walker III, der gegen eine hoch eingeschätzte Denver-Defense einen persönlichen Bestwert bei den Rushing Yards aufstellte und zwei Touchdowns erzielte.

Warum ist das wichtig?
Kansas City hatte 2025 erstmals seit neun Jahren nicht die AFC West gewonnen. Der klare Sieg ausgerechnet gegen Titelverteidiger Denver zeigt, dass die Chiefs wieder ein ernsthafter Faktor in der AFC sein könnten. Vor allem Mahomes‘ Rückkehr verändert die Kräfteverhältnisse in der Conference erheblich.

2. Myles Garrett muss am Knie operiert werden

Die große Offseason-Verpflichtung der Los Angeles Rams fällt bereits nach einem Spiel aus. Myles Garrett muss sich einer Knieoperation unterziehen und wird auf Injured Reserve gesetzt.

Damit verpasst der amtierende Defensive Player of the Year mindestens die nächsten vier Spiele. Einen genauen Zeitplan für seine Rückkehr gibt es derzeit nicht.

Garrett hatte beim 7:27 gegen San Francisco zwar fünf Quarterback Pressures erzeugt, blieb aber ohne Sack und ohne Tackle.

Warum ist das wichtig?
Die Rams hatten Garrett verpflichtet, um gemeinsam mit dem zurückgekehrten Aaron Donald eine außergewöhnliche Defensive Front zu bilden. Genau dieses Duo könnte nun vorerst nicht gemeinsam auf dem Feld stehen. Garrett fehlt mindestens gegen die Giants, Broncos, Eagles und Bills.

3. Kyler Murray verletzt – Carson Wentz führt Vikings zum Comeback

Der Einstand von Kyler Murray bei den Minnesota Vikings dauerte nur elf Spielzüge. Murray erlitt beim 39:22 gegen die Green Bay Packers nach einem harten Treffer eine Gehirnerschütterung und befindet sich im Concussion Protocol.

Backup Carson Wentz übernahm und führte Minnesota anschließend zum Comeback. Er komplettierte 12 von 19 Pässen für 133 Yards und drei Touchdowns.

Minnesota gewann trotz eines Rückstands und obwohl Green Bay insgesamt deutlich mehr Raumgewinn erzielte. Die Vikings-Defense blitzte auf 78,3 Prozent ihrer defensiven Spielzüge.

Warum ist das wichtig?
Die Vikings haben Murray verpflichtet, um ihre Quarterback-Position langfristig zu stabilisieren. Sollte er Week 2 verpassen, würde Wentz starten. J.J. McCarthy wird aktuell lediglich als Emergency-QB geführt.

4. Chicago erzielt 59 Punkte – historischer Saisonstart

Was für ein Auftakt der Chicago Bears. Chicago gewann bei den Carolina Panthers mit 59:37 und erzielte damit die meisten Punkte der Franchise seit 1980.

Caleb Williams wurde zum ersten Spieler der Bears-Geschichte, der in einem Spiel mindestens 200 Passing Yards, zwei Passing Touchdowns, 50 Rushing Yards und zwei Rushing Touchdowns erreichte.

D’Andre Swift und Kyle Monangai kamen zusätzlich jeweils auf mindestens 100 Rushing Yards.

Mit insgesamt 96 Punkten war Bears gegen Panthers außerdem das punktreichste Week-1-Spiel der NFL-Geschichte.

Warum ist das wichtig?
Chicago hatte bereits 2025 einen deutlichen offensiven Sprung gemacht. Wenn die Entwicklung unter Ben Johnson weitergeht, könnten die Bears zu den gefährlichsten Offenses der NFC gehören.

5. Josh Allen führt Buffalo zum Statement-Sieg in Houston

Die Buffalo Bills haben eines der hochklassigsten Spiele von Week 1 gewonnen. Buffalo setzte sich bei den Houston Texans mit 36:31 durch.

Josh Allen startete dabei direkt seine nächste MVP-Kampagne: 334 Passing Yards, zwei Passing Touchdowns und zwei weitere Touchdowns am Boden.

Besonders bemerkenswert war Buffalos Offensive gegen eine Texans-Defense, die vor Saisonbeginn zu den stärksten der Liga gezählt wurde.

Warum ist das wichtig?
Buffalo gehört seit Jahren zum Kreis der Super-Bowl-Kandidaten. Der Sieg in Houston zeigt, dass sich daran auch unter dem neuen Head Coach Joe Brady zunächst wenig geändert hat.

6. John Harbaugh gewinnt sein erstes Spiel mit den Giants

Der Neustart der New York Giants unter John Harbaugh ist gelungen.

Im Sunday Night Game besiegte New York die Dallas Cowboys mit 28:20.

Der Erfolg gegen den traditionsreichen Divisionsrivalen war mehr als nur ein Auftaktsieg. Die Giants präsentierten sich deutlich physischer und aggressiver als in den vergangenen Jahren. In den aktuellen NFL Power Rankings machte New York anschließend elf Plätze gut.

Nach mehreren enttäuschenden Spielzeiten könnte Harbaugh damit bereits früh eine neue Mentalität in New York etablieren.

7. Travis Kelce schreibt weiter NFL-Geschichte

Travis Kelce hat beim 31:10-Erfolg der Chiefs gegen Denver einen weiteren Meilenstein erreicht.

Mit einem 59-Yard-Catch von Patrick Mahomes überholte Kelce den früheren Cowboys-Star Jason Witten und steht nun auf Platz zwei der ewigen NFL-Rangliste für Receiving Yards eines Tight Ends.

Vor dem Spiel hatte Kelce 13.002 Receiving Yards. Witten beendete seine Karriere mit 13.046. Vor Kelce liegt jetzt nur noch Hall-of-Famer Tony Gonzalez mit 15.127 Yards.

Für den inzwischen 36-Jährigen ist es die 14. NFL-Saison.

8. Arizona sorgt für eine der größten Überraschungen

Die Arizona Cardinals haben einen der überraschendsten Siege von Week 1 gefeiert.

Arizona gewann bei den Los Angeles Chargers mit 26:14 und bescherte Mike LaFleur damit einen erfolgreichen Einstand als Head Coach.

LaFleur ist der erste nicht-interimistische Cardinals-Head-Coach seit Don Coryell 1973, der sein erstes Spiel gewinnen konnte.

Der Erfolg fiel umso stärker auf, weil Arizona vor Saisonbeginn kaum zu den favorisierten Teams der NFC gezählt wurde. In den NFL Power Rankings machte das Team anschließend sechs Plätze gut.

9. Baltimore startet stark – verliert aber Ja’Kobi Lane

Die Baltimore Ravens haben ihren Saisonauftakt mit 41:23 gegen Indianapolis gewonnen. Der Erfolg wurde jedoch von mehreren Verletzungen überschattet.

Rookie-Receiver Ja’Kobi Lane zog sich einen Handgelenksbruch zu und wird mehrere Wochen ausfallen. NFL Network berichtete die Diagnose unmittelbar nach der Partie.

Auch Zay Flowers musste das Spiel mit einer Oberschenkelverletzung verlassen. Seine Verletzung gilt allerdings nicht als schwerwiegend. Zuvor hatte Flowers mit 150 Receiving Yards einen persönlichen Karrierebestwert aufgestellt.

Baltimore muss nun verhindern, dass sich aus einem hervorragenden sportlichen Saisonstart früh ein Problem auf Wide Receiver entwickelt.

10. Seahawks gewinnen – Sam Darnolds Rückkehr bleibt offen

Der amtierende Champion Seattle Seahawks begann seine Titelverteidigung mit einem 13:10 gegen die New England Patriots.

Quarterback Sam Darnold musste die Partie jedoch frühzeitig verlassen. Inzwischen steht fest, dass es sich um eine ungewöhnliche Weichteilverletzung im Bereich des Gesäßes handelt; das Hüftgelenk selbst ist nicht betroffen.

Die Verletzung gilt nicht als langfristig, einen festen Zeitpunkt für Darnolds Rückkehr gibt es allerdings noch nicht.

Seattle übernahm nach Week 1 Platz eins der NFL.com Power Rankings.

DAS THEMA DER WOCHE

Week 1 wird zum Offensiv-Spektakel

Der Saisonauftakt 2026 lieferte nicht nur einzelne spektakuläre Ergebnisse. Die gesamte Liga erlebte ein außergewöhnlich punktreiches Wochenende.

Die 13 Sonntagsspiele kamen auf durchschnittlich 53,3 Punkte – laut NFL Research der höchste Wert eines Week-1-Sonntags in der Geschichte der Liga. Sechs Begegnungen erreichten mindestens 60 Gesamtpunkte.

Das spektakulärste Beispiel lieferten Chicago und Carolina. Die Bears gewannen 59:37, die insgesamt 96 Punkte stellten einen neuen Week-1-Rekord dar.

Aber Chicago war keineswegs allein: Buffalo und Houston erzielten zusammen 67 Punkte, Baltimore kam gegen Indianapolis auf 41, Minnesota auf 39 und Cincinnati auf 33.

Gleichzeitig sorgten Quarterbacks wie Josh Allen, Caleb Williams und Patrick Mahomes dafür, dass einige der großen Namen der Liga bereits zum Auftakt Akzente setzten.

Wie aussagekräftig diese Leistungen tatsächlich sind, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. Nach Week 1 ist jedoch klar: Die NFL-Saison 2026 hat offensiv außergewöhnlich begonnen.

WAS NÄCHSTE WOCHE WICHTIG WIRD

Der Übergang zu Week 2 wird vor allem von den zahlreichen Verletzungen geprägt.

Bei Minnesota entscheidet das Concussion Protocol darüber, ob Kyler Murray spielen kann. Sollte er ausfallen, dürfte Carson Wentz nach seiner starken Vorstellung gegen Green Bay übernehmen.

Die Rams müssen mindestens vier Spiele ohne Myles Garrett planen. Gleichzeitig ist weiterhin offen, ob Aaron Donald nach seiner Pause beim Australien-Spiel in Week 2 erstmals seit seinem Comeback wieder ein Regular-Season-Spiel bestreiten wird.

Auch Seattle wartet auf eine Entscheidung bei Sam Darnold. Einen festen Zeitplan für seine Rückkehr gibt es bislang nicht.

Sportlich wird außerdem interessant sein, welche Week-1-Überraschungen Bestand haben. Die Giants wollen ihren starken Auftakt unter John Harbaugh bestätigen, Arizona muss beweisen, dass der Erfolg gegen die Chargers kein Ausreißer war, und die Bears stehen nach ihren 59 Punkten plötzlich deutlich stärker im Fokus.

Besonderer Druck liegt bereits auf Green Bay und Cleveland. Die Packers müssen nach dem 22:39 gegen Minnesota reagieren. Die Browns halten trotz der deutlichen 10:34-Niederlage gegen Jacksonville zunächst an Deshaun Watson als Starting Quarterback für Week 2 fest.

Week 1 hat zahlreiche Erwartungen auf den Kopf gestellt. Week 2 wird die ersten Hinweise liefern, welche Überraschungen tatsächlich Substanz haben.