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Die Playoffs der neu gegründeten American Football League Europe haben am vergangenen Wochenende geliefert: Während die Vienna Vikings ihr Halbfinale gegen die London Warriors deutlich dominierten, entwickelte sich das zweite Duell zwischen Rhein Fire und den Panthers Wrocław zu einem spektakulären Krimi.
Vienna Vikings – London Warriors 71:34
Die Vienna Vikings bestätigten ihre Rolle als bestes Team der regulären Saison und machten im ersten Halbfinale kurzen Prozess mit den London Warriors. Beim 71:34 stellte insbesondere Quarterback Ben Holmes früh die Weichen für den Finaleinzug.
Bereits in der ersten Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Holmes warf sieben Touchdown-Pässe vor der Pause und führte die Vikings zu einer offensiven Machtdemonstration. London konnte zwar selbst 34 Punkte erzielen, hatte dem Tempo der Wiener aber über weite Strecken nichts entgegenzusetzen.
Damit bestätigten die Vikings eindrucksvoll ihre Ausnahmestellung aus der regulären Saison. Mit 11 Siegen aus 12 Spielen hatten sie bereits dort die beste Bilanz der Liga erreicht.
Das Fazit:
Die Vikings waren in diesem Halbfinale von Beginn an das klar bessere Team. Die Offensive um Holmes funktionierte nahezu perfekt – und Vienna zog verdient in den ersten AFLE Gold Bowl ein.

Rhein Fire – Panthers Wrocław 40:41
Ganz anders verlief das zweite Halbfinale in Oberhausen. Rhein Fire und die Panthers Wrocław lieferten sich einen der spannendsten Football-Abende der bisherigen AFLE-Saison.
Wrocław erwischte den besseren Start und führte nach dem ersten Viertel mit 13 Punkten. Fire kämpfte sich jedoch zurück und übernahm nach der Halbzeit sogar die Kontrolle. 19 Punkte in Serie brachten Rhein Fire zwischenzeitlich in Führung.
Doch die Panthers gaben sich nicht geschlagen.
Quarterback Jameson Wang übernahm in der entscheidenden Phase Verantwortung und kam auf sechs Touchdowns. Auf der anderen Seite war Wide Receiver Mike Harley Jr. kaum zu stoppen: Er fing 21 Pässe für mehr als 230 Yards und zwei Touchdowns.
Wrocław drehte die Partie erneut und verteidigte die knappe Führung bis zum Ende. Rhein Fire blieb damit nur eine Punktniederlage: 40:41.
Für Fire ist die Niederlage besonders bitter, denn der Club hatte auf ein Finale in Duisburg gehofft. Die Panthers dagegen feiern einen spektakulären Einzug in den Gold Bowl – und gleichzeitig die Revanche für die deutliche Niederlage gegen Rhein Fire in der regulären Saison.
Das Fazit:
Ein echtes Playoff-Drama mit Führungswechseln, Comebacks und herausragenden Einzelspielern. Wrocław bewies am Ende die größere Nervenstärke.

Der Weg zum ersten AFLE Gold Bowl
Damit steht das Finale der Premierensaison:
Vienna Vikings vs. Panthers Wrocław
AFLE Gold Bowl – 6. September 2026
Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg
Kickoff: 15:30 Uhr
Besonders interessant: Beide Teams haben sich in der regulären Saison bereits gegenseitig geschlagen. Vienna gewann das erste Duell, Wrocław sorgte später mit einem 34:31 für die erste und einzige Niederlage der Vikings. Das Finale wird somit das entscheidende dritte Kapitel dieses Duells.
Zwei Halbfinals, 180 Punkte und ein Finale, das kaum spannender sein könnte: Die erste AFLE-Saison bekommt mit Vikings gegen Panthers ihren würdigen Showdown.


